Band 
II. Tomus.
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1714
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442 Des vollkomnesten Gebäts Sechste Bitt:

von ihrem himmlischen Vater begehren erlöset zuwerden/ muß hier unter

dem Namen des Bösen verstanden werden. Und darunter nun gehöret(i.) zwahr der läidige Teufel/ der schwache Hollen-Geist / so Gottes/des allein guten und heiligsten Gottes / geschwohrnester Sathan und Wi-dersacher/ ein unreiner Sammler und stinckende Ehe-Grube alles Bösenist / nichts als Böses denckt / nichts als Böses thut / ja alles Böse inder Welt verursachet/ auch in dem Bösen seine einige Freude und Erge-zung hat/ haubtsächlich. Der wird in der SchrifftmchrmahlenmitdemZunamen des/ des Bösen/gleich als mit seinem nomme proprio beti-Matt. tult. Das Unkraut find die Linder des Bösen/ stehet bey Mattheo.Und Paulus vermahnet: Vor allen Dingen aber ergreiffet denSchilt des Glaubens / mit welchem ihr alle feuerige Pfeile desEph. e: i6. Böstn werdet auslöschen mögen. Mit diesem Namen pflegen wirthne auch in der gemeinen Conversatiou etwann zunennen/und uns dabeyvor ihme zusegnen. Der Bös / sagen wir/ Gott behüt uns ! ( 2 .)Gehöret dazu die Welt / die gantz / wie Johannes redet/ kww 7^»-^;us. , in dem Bösen lieget/ und darin« gleichsam versoffen ist; derenMenschen/ deren Sitten / deren Gewohnheiten und Maximen / derenExempel/ u.f.f. nur böse sind / und die danahen der selige Apostel PaulusG°l. 1: 4 . mit höchstem Recht die gegenwärtige böse Welt nennet. Deren fichLxod. g^ich stellen / heißet nachfolgen der Menge zum Bösen/ IndexenLoh -er», haben die Gläubige/ nach dem Ausspruch des Herren Jesu/ nichts alsAngst. (z.) Gehöret zu diesem Bösen unser eigen Hertz und Fleisch /von Welchem es heißet: Alles Lichten und Trachten des menschli-Gen 6:; chen Seryens ist nur immerzu bös / von seiner Jugend an. Undder Herr Jesus hat hievon gesprochen: Aus dem Sergen kommenböse Gedancken / Todschlage / Ehebruch / Hurep / Diebstahl/fal-sche Zeugnufsen / Lästerungen. Das find die Stucke/die denvratth i;: Menschen verltnreinigen. Danahen der Herr Jesus selbiges auch an-derwerts den bösen Schatz des Menschen geheißen hat. Und gewiß/so bös als Sathan und die Welt immer sind/ so tonten sie uns doch mitaller ihrer Bosheit an unserer Seligkeit so fast nicht schaden/so diesesböse Fleisch und Hertz nicht dazu käme. Jene können anders nichts thun/als den tödlichen Angel auswerffen/ dieses aber pfleget daran zubeißen/und durch eigener Bosheits- Schuld den Tod zufteffen. Und diese dreyDinge nun haubtsächlich / und ihre Versuchungen / sind es vornemlich auchund erstlich / die hier unter dem Namen des Bösen gemeynet sind. Danndiese haben wir auch vornemlich gemeynet in dem ersten Theil dieser Bitt/hütende: himmlischer Vater / führ uns nicht in Versuchung.