Band 
II. Tomus.
Seite
1715
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_ Zweyter Absirz. Match. Vl. r z.

Weil aber (4.) dasjenige / das diese Dinge alle eigentlich bös machet/das auch der Zweck aller ihrer Versuchungen ist / ist die Sünde/ so ge-höret die folglich auch zu diesem Bösen Dann auch hier giltet derPhilosophische Canon : Proprer c^uocl uriumguollque rsle eli, jllucl MZ-ßi 5 rsle eli: Dasjenige Ding/ um deinetwillen eine Bach soodeeso / z. Er.bös / oder gut/ ist und heißt / das ist vielmehr so be-schaffen selber. Um der Sünde willen ist der Teufel bös/ um der Sün-de willen die Welt bös / um der Sünde willen unser eigenes'Hertz undFleisch bös / ey was konte dann böftes seyn / als die Sünde selber?

Gewiß sie ist das grössefte Uebel / das unter der Sonne ist / die rechte BüchspLnäorL. daraus sich alles Uebel und Elend in der Welt ausgebreitethat. Sie hat die Engel vorn Himmel gestürtzet. Sie hat Adam undEvam aus dem Varadeis vertrieben. SiehatdieerstegottloseWeltindeuWassern der Sundfluth ersäuffet. Sie hat Sodoma und Gomorrha mitFeuer und Schwefel vom Himmel verzehret. Sie hat die Schande zurGefehrtin / den Tod zum Sold. Sünde und Tod sind Zweyling. DieAlle folget ihr/ wie dorten jenem Reuther in der Offenbahrung/ aufdem Fuß nach. Danahen der keusche Joseph sie nicht nur bös /oder einUebel/ sonder ein grosses Uebel insbesonder genennet hat: Solteichein solch grosses Uebel begehen/ und wider Gott sündigen? UkldTen.in der Schlifft heißet sie sonst insgemein , das / das Böst.

Hasset das Böse. Eben wie ihr Vater / dcr läidige Teufel / wie wir oben Rom.gehöret / heißet ->>->^5, der/der Böse. Endlich M. Gel. (s.) müs-sen von diesem Bösen auch nicht ausgeschlossen werden alle traurige Ge-folgen und Straffen der Sünde/ die / woraus eben auch der Sünde Bos-heit hervorleuchtet / unzählbar sind/ die'auch gewöhnlich mal-, poen»und rriüia, d. i. dieStraff-und Traur-Uebel/ wie die Sünde selbermslurn culpL und rurpe, d. t. das Schuld'und Schand -Uebel/genennet werden. Da sind allgemeine Land - Uebel / oder Land-Plagen/damit Gott heimsuchet gantze Völcker und Länder / als da sind insbesonderdie vier böse Straffen Gottes/ wie sie Pott selber heißet/ nemlich dasSchwert/ oder Lrieg/ der Hunger/ böses Gewilde/ unddievesti- Er«H.i4!rr.lentz/ die heut zuTagineinichen ProvintzendesbenachbartenFranckreichsso entsetzliche Ravagen machet / daßdeme/ der es höret/beyde Ohren da-rüber ergellen. Da sind so viele besondere Uebel / die einem jeden beson-dern Menschen nach Leib und Seele / und das in tausenterley Wege/be-gegnen können / und würcklich in diesem Jammerthal begegnen / die alleinder Heil. Schrifft den Namen des Bösen tragen. So wir das gutevon Gott empfangen haben/ warum solten wir dann nicht auch

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