Band 
II. Tomus.
Seite
1947
JPEG-Download
 

675

_ Match. VI. ri.

Erde/ fdnder im Himmel; so begretffetihr leicht/wie nichtig und ettelalle

selb- gemachete Schätze indischer Welt-Aindem seyen/und hingegen wasGott/ der allgnugsame Gott Schaddai/seine Gnade/seine Gemeinschafft re.re.für ein unendliches Gut / waS ich insbesondre/der Herr JesuS/ füret»unerschätzlicher Schar bin/ und haltet den darum auch/ und nichts an-ders / für euern Schatz / für euers HertzenS Trost und Theil ewiglich.

Ist aber diesem so in der That/ ey so muß ja auch bey diesem Schar sey»euer Herz ; so ist nöthig/ daß ihr vergesset dessen / was dahindenist/und euch strecket nach dem / das davornen ist / und jaget nachdem furgcsezten Zieh!/ nach dem Lleinod der Beruffung Gottesvon oben herab in Christo Jesu/ daß ihr euere Hertzen folglich ein-Ph«.,: l..mahl recht abzeuhet von dieser Erde / und ihren eiteln Schätzen / und siehingegen erschwinget in die Höhe / und wachtet reich zuwerdcn in Gott.

Sonst handelt ihr wider die Natur der Sachen. Dann einmahl euerHertz ist zuwürdig/ euere Seele zuvortrefsiich/ euere Liebe und Zuneigungtuedel/ und köstlich / als daß ihr sie sollet hencken an solche nichtige Klei-nigkeiten/ die die Schaben und der Rost fressen/ und die Hiebendurchgraben und stahlen / hiemit sie mit Schaben und Motten/wie wirin vorhergehender Predig gehöret / fetzen in einen Rang. Eines grossenKönigs Tochter/ sagten wir bey Erklärung des 19. Verses unsers Texts-Capituls/ vermählet sich ja nicht mit einem armen Baurcwodcr BättlerS-Sohn. Euere Seelen sind Töchtern des grossen Königs des Himmels undder Erde. Ein Paradeis-Vogel weltzet sich nicht/gleich einer Schär-Mäuse / im Koth. Der Adler machet/gleich einem Mistkäfer/ sein Nästnicht im Schlamm der Erde. So wenig nun diese solches thun / so wenigsollet es thun auch ihr. Und darum / am nomen mmme, am mores, hö-ret auf Christen zuseyn/ oder euch so zuheissen /oder zeiget / daß ihrwahrhaffrige Christen seyet dadurch / daß ihr als rechte Himmels - Bür-ger/ deren Heimath und Vaterland droben im Himmel/deren Fremde undPilgrimschafft hienieden auf Erde / als rechte Heilige der hohen Orthen,euern Schatz und Hertz in dem Himmel habet/und so nicht mehr Schäresammelt auf Erde/ da sie die Schaben und derRostfreffen/undda die Hieben durchgraben / und sie stahlen / sonder hingegen Schäresammelt im Himmel/ da ste weder die Schaben noch der Rostfressen / und da die Dieben nicht durchgraben/ noch ste stählen.

Dann einmahl/ noch einmahl/wo euer Schar ist/daselbst wird aucheuer Herr styn.

l 1. Folget / daß wir nun über diesen erklährten und in mehrcrem er-läuterten Grund/ nach gegenwärtigem Zeit-Umstand/unsere nähere Auf-

Qq qq 2 und