Band 
II. Tomus.
Seite
1948
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6?6 _ Der Christen Herz im Fimmel. _

und Himmelfarths - Andachten ergehen lasse». Zum Fundament nun der-selbigen setzen wir folgende Wahrheit: Eines wahren Christen Scharist nicht aufErde/ sonder im Fimmel/und darum söl auch daseynftin Hertz. Eines Christen Schatz ist nicht auf Erde. Es heißet bey ihm:Non eil morttle, quoci opro: was ich wünsche/das ist unsterblich.Die Erde rosset von eines Christen Vergnügung aus / was das Meer undÄkb. -4. der Abgrund von der Weisheit: Sre ist nicht in mir. Die Welt istein allzuhartes Stroh-Beth/ als daß eine Heils-begierige Seele darin»Ruhe finden / einallzumagererKnoche/ als daß fich ein Kind Gottes daransatt essen tonte. Alle Güter / dergantze Carfumpe! und Büttel derfelbigrn/kommen hinaus aufnachfolgende Sachen: Fleisches-Lust/Augen-Lust,I. Ich. ^I S. und Hochmuth des Lebens /d.i. Wollust/Reichthum/und Ehre. Neh-men wir nun diese Sachen alle / und beschauen ste von vornen und hinten/von aussen und innen/samt und sonders/so werden wir leicht sehen/daß stenicht könnendes vernünfftigenMenschen/geschweige eines himmlisch-gesin-neten Christen/ Schatz seyn. Beschauen wir fie besonders/ ey was ist Ehre?Ein faules Holtz/ das zwahr scheinet/ aber nur in der Finsternus / und allenGlanz verliehret/ so bald man es bey dem Licht beschauet. Sie bestehetmeistens in einer blossen Einbildung / mit einem prächtigen und Wind-vollen Titul/ der in der Lufft verthönet/und niemand/als etwannhoch-fiiegenve und aufgeblasene Geister/kitzeln kan; eine Raquet/die mit einemziemlichen Glanz aufgehet/aber bald wieder mit Knall und Fall vergehet.Im Tod hat sichs ausgekaysert/ hat Kayser Ferdinandus ».gesprochen.Was ist Reichthnm ? Was Gold und Silber ? Ein zwahr glänzendes/ aberHob. -r«. dickes Loth/ wie es Gottes Geist selber nennet/ so das menschliche Hertz,indem es gewunnen/ indem es besessen/und indem es verlohren wird/mittausent Unruhen beschwehret / und gewöhnlich bey seinen Befitzern dier. Li«. 6. <r. edle Vergnüglichkeit / so doch der grösseste Gewinn / und Reichthumist / verhindert. Fleischliche Wollust ist endlich der dummen Thieren Lust.Sie ist zugleich schändlich und schädlich. Sie schwächet und bestecket denLeib/und vereitelet/führet von Gott ab / und machet viehisch und thierischdie Seele. Unlust folget ihro gewöhnlich auf dem Fuß nach / und heißetes von selbiger: tvlomemsneum ett.Huocl cieleälar, Llernum.quock cru-cjzr: Auf augenblickliche Wollust folget ewige Unlust. BeschauenWir fie aber alle zusamen/ und legen ste auf die waag/ fo wägen ste10 "ut einander»/ wie es im Psalmen heißet/ minder als die Eitelkeit selbst.'Es stehet auf allen denfelbigen mit Gottes Finger selber geschrieben dasSprüchlein Salomons : llzbkel lläbliLlim , l^bksl tlzbiulim , kaccolkkbkel.- O Eitelkeit der Eitelkeiten! <l> Eitelkeit der Eitelkeiten;

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