Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Za Historie der Farben. >

ungefärbte Saft, welcher von den angeschnittenen !Hopfenstengeln ausfchweisset, macht auf der Leinwand !blaßrolhe oder braunrothe Flecken, welche äusserst !daurhaft sind: Ich bemühte mich die Farbe durch wie-derholtes Auftragen des Safts zu erhöhen, aber nie-mal war ich vermögend etwas dem Schwarzer» nahe- !kommendes hervorzubringen. Der Schlehensaft gäbeebenfalls eine blaßbraune Farbe, welche durch wieder-holtes Waschen mit Seife, und Benässen mit starkerLauge dunkler braun ward: Die im Ofen gedörrteSchlehen bekommen einen rothen Saft, und die rorhe >Flecken, welche der Saft in diesem Zustand auf der ^Leinwand hervorbringt, werden nach dem Waschen ,mit Seife in ein blasses Blau verwandelt, das gleich- ^falls daurhaft ist. Die Säfte sowol der rohen alsgedörrten Schlehen wurden zu wiederholten malen aufdie gleichen Flecken aufgestrichen, in der Absicht diejedem eigne Farbe zu erhöhen; und Wechselsweise trü-ge ich die braune oder röthlichbraune Farbe der rohenSchlehe, und die blaue der gedörrten, nach Grund-sätzen , die in dem Verfolg erkläret werden, eine aufdie andere auf. Nach allen diesen Methoden brachteich Flecken zuwege, welche nach gelindem Waschenmit Seife ziemlich dunkelschwarz aussahen; aber nachlanqerem Waschen verschwand wieder vieles von derFarbe, und bliebe wenig mehr zurück, als was durchein einziges Auftragen des Safts würde erhalten wor-den seyn. Die Schlehen wurden in verschiedenenStufen ihrer Reife untersuchet, von der Mitte desHerbstmonaths an bis in die Mitte des Christmonaths;

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