Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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Zo4 Historie der Platina.

nicht mehr tingirte, war der zuletzt unaufgelöstt übrig-gebliebne Theil ein dunkelgefärbtes Pulver, welcheszwar nichts mehr von dem Aussehn der Platina ansich hatte, in der That aber zeigte sich, daß solchesnichts anders als zart zertheilte Platina seye. DiesePlatina ward mit frischer Schwefelleber drey bis vierMale auf gleiche Weise bearbeitet. Allemal sind dieTiegel geborsten und stark angegriffen worden, unddie Platina befände sich nunmehr zu einem so zartenPulver zertheilet, daß sie von den zugleich mit den-selben zerstoßnen Tiegelstücken durch das Waschen nichtmehr konnte abgesondert werden.

Ick habe auch eine nach Stahls Methode, durchdas Zusammenschmelzen des Tartarus Vitriolatus mitKohlgestüpp bereitete Schwefelleber zu diesem Versucheangewendet. Diese Vermischung flösse sehr leicht, ohneZusatz von Lauqensalz oder Kochsalz, welche man ge-meinlich zur Beförderung des Flusses für nothwendighaltet: Denn obschon Tartarus Vitriolatus, odermit Vitriolsäure gesättigtes Weinsteinsalz für sich selbstsehr strengflüßig ist, so entstehet gleichwol hier, durchdie Vereinigung der Vitriolsäure mit dem brennbarenWesen der Kohle in einen Schwefel ein Gemeng vonSchwefel und Alkali, welches so leichtflüssig ist, alSeine von eben diesen Ingredienzen unmittelbar zusam-mengesetzte Schwefelleber. Platina, mit dieser Le-ber bearbeitet, hat die gleichen Veränderungen gelitten,wie von dem andern. Die Tiegel sind gleichfalls zer-fressen worden: Die mit Wasser gemachte Auflösungenwaren zuyr Theil röthlich, und zum Theil olwengrün:

Die