Fünfter Abschnitt. zi?
ein Beweis, daß ein Theil -er Platina in -er Thatseye aufgelöset gewesen. Diesen Versuch habe ich zuverschiedenen Malen wiederholet/ und allezeit gefun-den , daß ein Theil der Platina von dem Quecksilberaufgelöset, die unaufgelösten Körner aber mit dem-selben überzogen worden.
11. Platina mit wismuth.
Nachdem ein Gemeng von schwarzem Fluß undKochsalz in einem Tiegel zum Fluß gebracht wor-den , wurden Platina und Wismuth zu gleichen Thei-len darein eingetragen, und das Feuer mit dem Ge-bläse schnell angetrieben. Die zwey Metalle schienennach wenig Minuten zusammengeflossen; und als derTiegel darauf aus dem Feuer genommen und abge-kühlet worden, fände sich der metallische Klumpe aufdem Boden, nachdem er von dem anhängenden Flußgereinigt wäre, am Gewicht beynahe eben so schwer,als die Ingredienzen vorher gewesen waren, so daßder Verlust mehr nicht als ein Theil in ungefehr hun-dert und zwanzig betrüge. Bey dem Zerstücken des-selben war weiter kein Platinakorn zu bemerken,und schiene dieses Metall gänzlich von dem Wismuthaufgelöset und mit demselben vereinigt zu seyn.
Das Experiment ward in einem Windofen wie-derholet, allein bey diesem allgemach verstärktenFeuer gienge die Verbindung der zwey Metallenicht wohl von statten; und wäre auf diese Weiseauch keine voükommne Vereinigung zn erhalten, bis
des