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Historie der Platina
Historie -es Goldes gezeiget wird, weil nian die Fein-heit des Goldes gewöhnlich nach Karaten und denUnterabtheilungen derselben zu bestimmen pflegt. Daswirkliche Gewicht dessen/ was in den Versuchen einKarat genennt wird, hat vier Grane betragen.
i. Zwelf Karat feines Gold, und die nämlicheQuantität von den reinern Platinakörnern wurden ineinem Gebläseofen beynahe eine Stunde lang niit sostarkem Feuer getrieben/ daß das Stück von einemWindsorer Backstein / welches dem Tiegel zum Deckelgedienet, ungeachtet dasselbe in verdünnten Sturbrid-ger Thon war eingetunket worden, anfienge zu zer-schmelzen. Bey dem Zerbrechen des Gefässcs fändesich das Metall in einen glatten Klumpen oder Königzusammengeflossen, welcher nach dem Ausglüen vor-er Flamme einer Lampe, und dem Abkochen mitAlaunwasser (dessen sich die Arbeiter insgemein bedie-nen Massen von Gold und Silber zu reinigen oderhelle zu machen) erschiene sowol am ganzen Stückals auf dem Probiersteine von einer blassen, demGlockenmetall ähnlichen Farbe, ohne die mindesteGleichheit niit dem Golde. Es hat viele Streicheausgestanden, und sich unter dem Hammer beträcht-lich dehnen lassen, ehe es angefangen auf der KannteRisse zu bekommen. Bey Betrachtung des Bruchsmit einem Vergrösserunasglase zeigte sich, daß das Goldund die Platina nicht gleichförmig miteinander gemi-sehet wären, und von der letztem waren verschiedenekleine Theilchen abgesondert zu bemerken: Es ist auchdie, Vermischung nicht ganz gleichförmig geworden,
nach-