Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
Seite
363
JPEG-Download
 

Fünfter Abschnitt.

36Z

Ei)i Bleyglas/ welches aus vier Theilen des fein-sten Mennings und ein Theil reinem Kiesel war be-reitet worden, wurde gepulvert und durch ein feinesSieb geschlagen, um alle metallische Körner abzu-sondern , welche demselben noch hätten ankleben mö-gen. Acht Unzen des Pulvers wurden mit anderhalbUnzen, oder 722 Gran, Platina gemischet, unddas Gemeng, in einem wohlverkleibten Tiegel zwoStunden lang mit einem starken Feuer getrieben:Es entstünde darvon ein graulicher, spröder König,der mit einer gelben Schlacke bedecket gewesen. DerKönig ward mit einer ftischen Portion von dem näm-lichen Bleyglase wieder umgeschmolzen, und nochmalszwo Stunden im Fluß gelassen: Der Erfolg war wievorhin, der König hatte eine gelbe Schlacke, undwoge 626 Grane, oder gegen ein Sechstel weniger,als die zu dem Versuche angewendete Platina. Alser zwo Stunden lang in verschloßnem Tiegel im Flussewar unterhalten worden, hat er sechs Grane, oderungefehr einen Hunderten Theil Abgang gelitten. DerKönig ward hierauf in einem eisernen Mörser zer-quetschet , und mit einer Unze zartgepülvertem, ge-meinem grünen Glase vermischet: Nachdem diese Mi-schung drey Stunden lang in verdecktem Tiegel flies-send war unterhalten worden, hat sich eine trübeSchlacke gefunden, welche sich auf das Grünlicheneigte, und an einigen Orten bläulich war; dasMetall hat dreißig Grane, oder gegen einen Zwan-zigstel seines Gewichts Abgang gelitten; es hat sichwohl feilen lassen, und die Teilstriche haben sehr

weiß