Historie der Platina.
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weiß ausgesehen / hatte überdas eine etwelche Zähig-keit , und war unter dem Hammer nicht gar leichtezu zerbrechen. Noch einmal ward es in einem ver-schlvßnen Tiegel zwo Stunden lang in starkes Feuergebracht , mit Zusatz von einer halben Unze kalci-nirlem Borax: Der Borax ist durch den Tiegel ge-flossen, das Metall aber war nicht vollkommen ge-schmolzen, sondern nur in eine Masse zusammenge-backen , welche eine ungleiche, rauhe Oberfläche hat-te , löchericht war, leicht zu zerbrechen, auf demBruch von gemischter grauer und weißer Farbe, anGewicht 540 Gran, so daß es wiederum gegen einenZwanzigstel Abgang gelitten hatte. Abermal wardes mit einer halben Unze Borax, der gleichen Quan-tität gepulvertem weißen Kiesel, und einer Unze Weiu-steinsalz bearbeitet: Nachdem das Gemeng in ver-schloßnein Tiegel zwo Stunden lang ein heftiges Feuerausgestanden hatte, so fände steh eine topasartige,etwas in das Chrysolithfarbne fallende Schlacke^Das Metall selbst war von schöner weißer Farbe,schwammicht, auf der Oberfläche rauh, an Gewicht4so Grane schwer, so daß es bey diesem Schmelzeneinen sechsten Theil verlohren hatte, und nunmehrum drey Achtel leichter war, als die Platina zuerstgewesen.
Es ist zu vermuthen, das bey diesem Versuch?erhaltene Metall sey nichts anders gewesen, als eineVermischung von einem Theil der Platina mit etwasBley, welches aus dem Vleyglas war reduciret wor-den. Obschvn der Autor durch das Zudecken und
Ver-