Z8o Historie der Platina.
Nach den andern Compofitionen kommt die Schwe-re der Platina geringer als 17 heraus; und da mansonst findet, daß die Platina für fich selbst 17 odermehr betrage, so scheint zu folgen, daß durch dieVereinigung der zwey Metalle untereinander noth-wendig eine Verminderung der Schwere vorgehenmüsse. Eine bey dem Schmelzen bemerkte Erschei-nung scheint dieses zu bekräftigen. Die meisten me-tallische Körper, nachdem selbe durch das Feuer findflüßig gemacht worden, schrumpfen bey ihrem Ueber-gang in einen festen Zustand zusammen, und erhalten-eine eingedrückte Oberfläche: Reines Gold geht viel-leicht mehr zusammen, als keines von den übrigenMetallen. Ader Vermischungen von Gold und Pla-tina , wo die Platina in beträchtlichen Proportionenzugesetzt war, find nach meiner Beobachtung wenigeingeschrumpft; einige derselben haben fich sogar aus-gedehnet und find erhaben geworden. Die Vermin-derung der specifischen Schwere ist eine nothwendigeFolge von dieser Ausdehnung der Masse.
Da die reinste Körner von roher Platina eineetwelche Beymischung von fremdartiger Materie ent-halten , so ist gar wohl möglich, daß diese Materiedie genaue Vereinigung derselben mit dem Golde ver-hintern, und also verursachen mag, daß die zweyMetalle, wenn fie zusammengesetzt werden, einengrössern^llaum einnehmen, als ihnen von Natur zu-kommt. Aus diesem Grunde habe ich Gold mit Pla-tina zusammengeschmolzen, welche vorher einige in demVerfolge beschriebne Operationen ausgestanden hatte,
worvon