Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
Seite
386
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zM Gisiorie der Platina»

Herr Scheffer erkläret diese merkwürdige Erschei-nung gar scharfsinnig durch eine bey dem Eisen vor-kommende besondere Eigenschaft. Wenn die Metalledurch die Calcination ihres Phlogiston oder des brenn-baren Grundtheils beraubet werden/ so wird ihr wirk-liches Gewicht dardurch vermehret: Das Eisen erhal-tet durch eine voükommne Calcination einen Zuwachsvon einem Drittel seiner Schwere. Bey gegoßnemEisen zeigt sich dieses besondere / daß es eine beträcht-liche Zerstreuung seines Phlogiston leiden mag ohne zuKalk zu werden / oder ohne seine metallische Gestaltzu verliererr; und nach Verhältniß dieser Zerstreuungwird seine wirkliche Schwere vermehret. Da nunobige gewichtige Vermischungen ohne brennbaren Zu-satz sind geschmolzen worden / so gedenkt er / es müsseein Theil von dem Phlogiston des Eisens nothwendigbey der Operation weggebrannt worden seyn / unddas Metall folglich einen Zuwachs an Gewicht erhal-ten haben: Da aber an der wirklichen Schwere keinZuwachs sey bemerket worden/ so müsse ein Theilvon dem Eisen / von gleicher Schwere mit dem zu-gewachsnen Gewicht/ fich verschlacket haben und zuGrunde gegangen / und folglich der Umfang oder dasVolumen des Metalls vermindert worden seyn; sodaß also bey der Platina ein noch gleich grosses Ge-wicht von Eisen / wie zuerst / aber unter einem klei-nern Raum / zurückgeblieben wäre.

Um mit Zuverläßigkeit zu erfahren / ob der Zu-wachs an specifischer Schwere / oder die Verminde-rung des Volumen einzig dieser Ursache zuzuschreiben

wäre,