Z92 Historie der Platina. ^
den Vermischungen mit Silber/ eine wirkliche Ver- !Minderung der Schwere vorgehe, und daß solches jvon der Wirkung des einen Ingrediens auf das andere >herrühre: Und wenn es die Versuche nicht unumstöß- !ltch beweisen, so machen sie es doch wenigstens sehrwahrscheinlich, daß in verschiedenen Fällen, besonders ,in den Vermischungen mit dem Eisen, eine wahre !Vermehrung der Schwere statt habe. Kann sich ei- !
ue Vermehrung oder Verminderung in den Vermi- >
schungen mit einem Metalle zutragen, so ist es we- !nigstens möglich, daß solches auch bey einem andern ^geschehe; und folglich laßt sich die specifische Schwere >der Platina von der Schwere irgend einer Vermischungderselben mit irgend einem andern Metalle, nicht mitGewißheit, und nicht einmal mit Wahrscheinlichkeitherleiten.
Von Veränderungen der Schwere, welche durchVermischungen entstehen, hat man auch bey andernMetallen merkwürdige Beyspiele. Kupfer, dessen spe-cifische Schwere gewesen ist wie 8/8ZO, ward mithalb so schwer Zinn zusammengeschmolzen, dessenSchwere 7, i8a betrüge: Bey dem Schmelzen hatsich ein kleiner Abgang gezeiaet, welcher aber hievnicht in Betrachtung kommt, denn die Vermischungist specifisch schwerer gewesen, als das schwerere vonden Metallen für sich selbst war, indem die Schwerederselben 8, 898 ausgemacht hat : Beedes die Ver-mischung und ein Stück von dem Kupfer find von ver-schiednen andern Naturforschern untersuchet worden,welche alle die Vermischung am schwersten gefunden
haben,