4Qs Historie der Platina.
Dieser Versuch ist vielfältig wiederholet worden,lind allemal mit dem nämlichen Erfolge; da die Pla-tina nicht nur eben sowol als das Goid der verflüch-tigenden Kraft des Regulus widerstehet, sondernüberdas einen Theil desselben vor der Wirkung desFeuers und des Luftzuges beschützet, und nicht mcheschmelzbar bleibt, nachdem eine gewisse Quantitätdarvon ist Verblasen worden.
Die Platina habe ich auch mit rohem Spieß-glase bearbeitet. Vier Unzen Spießglas und zwoUnzen Platina, welche eine Zeit lang vor dem Ge-blase mit starkem Feuer find getrieben worden, schie-nen nur unvollkommen geflossen zu seyn: Als nochvier andere Unzen Spießglas sind zugesetzt, und dasFeuer ist erneuert worden, so hat sich theils ausdem Boden und an den Seiten des Tiegels, theilsunter der schwarzen, schwammichten Schlacke einemetallische Materie gefunden: Alles zusammen wardnochmal mit Beymischung von schwarzem Fluß- undKochsalz in das Feuer gebracht, und nun käme eszu einem hinlänglich dünnen Flusse, so daß sich derKönig vollkommen absonderte. Im Aussetzn wardieser Regulus von einer zusammengeschmolznen Ver-mischung aus Spießglaskönig und Platina nicht ver-schieden, und es haben sich auch bey demselben dienämlichen Erscheinungen gezeiget, als man den Zu-satz von Spießglase zu Verblasen versuchte.
Auch Herr Scheffer hat über dir Auflösung derPlatina durch das Spießglas Versuche angestellt, und, kommt