Siebenter Abschnitt. 40s.
6. Eine Vermischung von einem Theil Platins-und drey Theilen Gold ward in einem Probierofen.mit Bley abgetrieben. Eine ziemliche Weile hat dieMaterie gut gearbeitet , endlich aber ist sie in einenhellen, halbkuglichten Klumpen zusammengebacken,welcher nach und nach platter, trüber, und rauhergeworden ist. Bey dem Abwägen zeigte sich, daß dasKorn etwa einen Zwölftel Bley zurückbehalten hatte.
7. Da der Versuch mit einer Vermischung von.sin Theil Platina und sechs Theilen Gold ist wieder-holet worden, schiene noch immer etwas von demBley zurück zu bleiben. Das Korn war runder undHeller, als das vorgehende, und äusserlich von guterGoldfarbe; aber unter dem Hammer ist es leichc zer-brochen, und hat inwendig grau ausgesehen: Eini-ge der Bruchstücke sind vermittelst des auswendigemgoldenen Ueberzugs zusammengehangen.
8. Vermischungen von Platina und Silber, wel-che auf die nämliche Weise sind auf die Kapelle gesetztworden, haben gleichfalls etwas von. dem Bley zu-rückbehalten. Diese haben nach dem Erhärten keinehalbkuglichte Körner, sondern platte Massen abgege-ben , welche sehr rauh und spröde, und beedes aus-wendig und intvendig von. sinsteMauer Farbe gewe-sen sind.
9. Das Kupelliren der Platina mit Bley ist ei-nes von denjenigen Experimenten, welches Herr Woodangestellt und im Jahr 1750 der Königlichen Gesell-schaft mitgetheilet hat; da aber damals die Kenntniß
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