Siebenter Abschnitt. 411
einer Drachme Borax geschmolzen: Darvon ist einetrübe, wolkichte Schlacke erfolget, welche sich unten«her auf das Gelbe und obenauf ins Grünliche neigte:Der König ist von schöner weißer Farbe gewesen,und hat abermal siebeuzig Grane gewogen; auf derobern Fläche und an den Seiten hat er in seinemAussetzn etwas besonders gezeiget, und ist dem ge-streiften Kobald nickst ungleich gewesen; unter demHaminer hat es sich ziemlich wohl dehnen, und zu ei-nem dünnen Bleche ausstrecken lassen, ist aber gleich»wol härter gewesen als, feines Silber. Ein Stückvon diesem Bleche ward in gereinigtem Scheidwasserdigeriret: Zuerst hat das Auflösungsmittel eine hohegrasgrüne Farbe erhalten, und hernach ist das Blech-stück bey einer siedenden Hitze schwarz, und die Auflö-sung bräunlich geworden. Nachdem sich endlich dasSllber aufgelöset hatte, ist aus dem Boden eine schwere,schwarze Materie, gleich einem Goldkalk zurückgeblie-ben. Diesen hat man mit heißem, destillirtem Was-ser aufs fleißigste reingewaschen, getröcknet, und danngeglüet, aber.' er hat keine Goldfarbe angenommen.Er wurde nochmals mit gekörntem Bley gemischet,vnd zuerst mit einem Ansiedscherben, hernach aber aufder Kupelle bearbeitet: Es ist ein konvexes Korn zu-rückgeblieben, ohne metallischen Glanz, welches un-ter dem Hammer zerspränge, und übrigens den an-dern, durch die Kupellation der Platina mit Bleyerhaltenen Körnern gleich gewesen ist.
iz. Aus diesem allem erhellet, daß es HerrnMarggraf bey seinen Bemühungen das Bley von der
Platina