Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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412 Historie der Platina.

Platina rein abzutreiben nicht besser gelungen sey, alsHerrn Scheffer und mir, indem allezeit noch Bley ge-nug zurückgeblieben ist, nm das Metall sehr sprödezu machen, da doch die Platina sowol für steh selbstin ihrem rohen Zustande, wo ste steh in Körnern be-findet , als wenn ste durch einen Brenuspiegel ist ge-schmolzen worden, eine beträchtliche Geschmeidigkeitzeiget. Macquer und Baume haben einen neuen An-griff gewaget: „Sie waren begierig zu erfahren, obdurch ein Feuer von viel längerer Dauer dasjenigenicht zu bewerkstelligen wäre, was eine einzige Hitze(uri seul coup cie teu) die vielleicht heftiger, abervon kürzerer Dauer wäre, nicht vermögend gewesenhervorzubringen. Auf eine Kupelle von gehörigerGrösse thaten ste eine Unze Platina mit zwo UnzenBley, und als ste die Kupelle in einen Ofen gebrachthatten, der dem von Herrn Pott für die Verglasungerdartiger Körper gebrauchten gleich war, haben stedas Feuer allgemach verstärket, und dasselbe fünfzigStunden lang, ohne Unterbrechen in einem solchenGrade unterhalten, daß es während den letzten vier-«ndzwanzig Stunden in seiner vollen Heftigkeit fort-dauerte. Nachdem die Kupelle herausgenommen wor-den, fanden ste, daß die Platina , anstatt gleichwieGold oder Silber nach der Kupellation ein rundes,glänzendes Korn auszumachen, auf der Kupelle flachausgebreitet war: Die obere Fläche derselben warangeloffen, trübe von Farbe, und runzlicht, worausfie zuerst vermutheten, die Operation wäre nicht besservon statten gegangen , als diejenigen, welche allbereck

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