Siebenter Abschnitt. 4-r Z
sind beschrieben worden: Die Platina hat sich von-er Kupelle leichte aufgelöset / und diese war sehr hartgeworden, von gelblichweißer Farbe, halbdurchsich-tig , und hat mit dem Stahle leicht Feuer geschlagen.Allein bey genauer Untersuchung der Platina fändesich, daß sie, anstatt von dem »«zerstöret zurückge-bliebnen Bley einen Zuwachs an Schwere zu erhalten,einen Sechstel ihres Gewichts verlohren hatte: Ihreuntere Fläche ist weiß und silberartig gewesen: End-lich war sie nicht spröde, sondern hat sich unter demHammer sehr wohl dehnen lassen: Einen Theil vondieser kupellirten Platina haben sie in Königswasseraufgelöset, und in der Auflösung keine Spur vonBley entdecken können. „
Da Herr Macquer bey diesem Versuche die Pla-tina in demjenigen Zustande scheinet angewendet zuhaben, wie ihm dieselbe war zugeschickt worden, sodaß sie eine reichliche Beymischung von eisenschüssigenund andern fremdartigen Materien enthielte, welcheohne Zweifel durch diesen Proceß leichte habm könnenzerstöret werden; so ist offenbar, daß dieselbe, unge-achtet ihrer verminderten Schwere, noch eine sehr be-trächtliche Proportion von dem Bley könne zurückbe-halten haben. Auch kann man die Untersuchung mitdem Königswasser nicht als einen untrüglichen Beweisansehen, daß dieselbe keine Beymischung von Bleymehr enthalten habe; weil dieses Menstruum untergewissen Umständen das Bley eben sowol auflöset,als die Platina selbst. Doch mag es hiermit beschaf-fen seyn, wie es immer will, so scheinet wenigstens
der