42s Historie der Platina.
Heftigen Feuers / in zehn bis zwelf Stunden so ge-schmeidig geworden, daß sie sich unter der Keule ei-nes Mörsers zu feinen Mischen haben quetschen lassen/welche den Bruchstücken von Silberblättern gleich ge-wesen : Das so gequetschte Pulver ist gleich dem Talkbeträchtlich sanft oder schmierig gewesen; und wennes auf Papier gerieben worden, ist es demselben sofeste angeklebt, daß es sich darvon mit einer Bürstenicht leichte hat losmachen lassen/ und demselben dasAussehen des sogenannten Silberpapiers mitgetheilethat. Es ist also bey Herrn Macquers Experimentein glücklicher / und für den guten Ausschlag desselbenwesentlicher Umstand gewesen/ daß er eine starke Por-tion Platina darzu angewendet hat, so daß siesich auf dem Boden einer grossen Kupelle in eine dünneScheibe verbreiten konnte. Gleich anfangs schwitztviel von dem Bleye in Form eines Glases heraus/ undüberziehet oder färbet die Kupelle / auf welcher diePlatte dem Feuer ausgesetzt wird; aber gegen demEnde scheinet das Bley blos in Gestalt eines Rauchsweggetrieben zu werden / weil auf dem Gefässe keinesichtbare Spur zurückbleibet: Bey einem meiner Ver-suche hat das Metall gegen einen Fünfundzwanzigstelvon seinem Gewicht verlohren/ nachdem es schon auf-gehört hatte die Kupelle zu entfärben.
19. Es ist hier noch füglich zu bemerken / daßVey den meisten Kupellationen der Platina mit Bley/besonders wo die Quantität dieser Vermischung be-trächtlich gewesen/ und ein starkes Feuer ist ange-wendet worden / die kupellirten Platten auf der Ober-fläche