42r Historie der Platina.
den gewöhnlichen Proceß der Kupellation/ eben so we-nig als das Bley vollkommen rein abtreiben lassen.
Wenn eine Portion Platina mit drey bis vierfrischen Quantitäten Wismuth ist kupelliret worden,so haben die ersten Kupellen allzeit eine schwärzliche,rostige Farbe erhalten, die folgenden sind blässer ge-worden , und die dritten haben meistentheils blos eineorangengelbe Farbe angenommen, dergleichen der Wis-muth für sich selbst pflegt mitzutheilen, und welche umein beträchtliches höher ist, als die von dem Bleye ge-machte Tinctur.
Bey vielen dieser Kupellationen hat sich die Ober-fläche des Metalls mit einer blättrichten Substanz,gleich dunkelgefärbter Silberglett, bedecket gefunden;und virlmal ist unter der kupellirten Küche eine grosseQuantität von einer rauhen, schwammichten, grün-lichgefärbten Materie vorgekommen, welche an vielenOrten der Platina hart anklebte, weil sie in die Höh.len auf der untern Seite derselben zerflösset, und aneinigen Orten gleichsam zwischen Scheiben oder Schu-pen des Metalls eingemischt lieget. Es hat sich gs.zeiget, daß der Wismuth, bey der Kupellation mitPlatina, sich nicht so dünne ausbreite, oder so tief indie Kupelle eindringe, wie das Bley zu thun pflegt;sondern daß er diejenigen Stelle», welche er berüh-ret, so sehr anfülle, daß er dardurch verhintert wirdsich weiter auszudehnen, und sich also daselbst in ei-nem halbverglasten Zustande anhäufet; zuweilen ister in beträchtlicher Quantität auf der Kupelle gelegen,
obschon