Band 
Des ersten Theils zweyter Band.
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425
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Siebenter Abschnitt. 425

Feuer eine Portion von dem Golde selbst mit sich ent-führet: Daß bey Graden des Feuers , welche vielstärker find/ und weit länger unterhalten werden/ alsbisher bey dieser Art von Operationen gewöhnlich ge-wesen , die Platina einen Theil von diesen zerstöhrba-ren Metallen selbst beschütze / und allzeit so viel vondenselben zurückbehalte / daß sie darvo» spröde werde;daß aber bey längerer Fortdauer eines heftigen Feuers,diese Körper, oder doch wenigstens Bley und Wis-muth, vollkommen, oder beynahe gänzlich könnenzerstreuet werden, so daß die Platina in einer Massezurückbleibe, welche so geschmeidig ist, als die fein-sten Körner für sich selbst gewesen, und vielleicht nochin einmr höher» Grade, weil sie durch die Operationvon der beygemischten eisenartigen oder andern frem-den Materien ist gereinigt worden, so wie man Goldund Silber auf gleiche Weise von allen geringern Me-tallen saubern kann.

In wiefern diese Zerstreuung des Bleys, oder desWismuths, bey grossen Arbeiten, oder bey Massenvon beträchtlicher Dicke, statt haben könne, laßt sichaus den bisher angestellten Experimenten nicht mit Zu-verläßigkeit ausmachen, denn mir wenigstens hat derProceß bisher nur mit ganz dünnen Stücken von demMetalle gelingen wollen. Herr Macquer scheinet garnicht zu zweifeln, daß die Platina nach dieser Verfah-rungsart nicht für den Künstler im Grossen sollte kön-nen brauchbar gemacht werden, so daß „ dieselbe zuBrennspiegeln, zu Reflectirspiegeln für Telescope, zueiner unendlichen Verschiedenheit von allerhand Ge-

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