m der Aöm. Republik. I-Buch. zz
jenige zu bekräftigen, was in -er Versamm-lung des Volks beschloss.« worden. DerPrinz, oder die höchste obrigkeitliche Personhatte in diesen Versammlungen den Vorsitz;mit denen man nicht eher den Anfang mach-te, bis man den Willen -er Götter aus demEingeweide der Thiere erforschet, und bis mangeopfert hatte; welche Verrichtungen einzigund allein von den Patriciern vollzogenwurden.
Indessen trug es sich zu, daß, (da in die-sen Versammlungen alles durch die Mehr-heit der Stimmen entschieden, und die Stim-men nach den Köpfen gezählet wurden) dasVolk stäts die Oberhand über den Rath undden Adel behielt; dergestalt, -aß es ge-meiniglich den Ersiolg der Berathschlagun-gen vorzugsweise wor dem Rath und demAdel erhielt.
Servius Tullms war der sechste Königder Römer. Obgleich dieser Prinz, (seinerWürde ungeachtet) keinen Gefallen an einerunumschränkten Herrschaft hatte; konnte erdennoch nicht dulden, daß die Regierung oftnur von dem gemeinen Pöbel abhienge.Darum fassete er den Entschluß, alle Machtund alles Ansehen dem Adel und den Patri-ciern in die Hände zu spielen; bey welchener gerechtere Ablichten, und weniger Eigen-sinn anzutreffen Hoffete. Dieser Unterneh-mung mangelte es nicht an grossen Schwierig-keiten. Der Prinz hatte es mit einem Volk zuthun, das unter allen Völkern des ganzen
I. Theil. C Erd-
ServiuSTulltus.Im Jahrnach Erb.berSkadt,
DionystuSvon Hai.im 4 B.T. LiviuS,D.l.B.».c» 4r«