in der Nöm. Rlpublik. I . Buch. 69
vormals gehabt hatten. Er ko-mite nach fei-nern Gutbesinden Völker anwerben, und die-selben wiederum abdanken. W erm der Kriegangekündiget war, führete er die Oberherr-schaft über das Kriegsherr, und gab daselbstder, Allsschlag voll den Unternehmungen, oh-ne daß er verbunden war, den Rath, oderdas Volk jemals zu Rathe zu ziehen; undwenn seine Herrschaft zum Ende gelaufenwar, dorfte er niemand von alle dem Re-chenschaftgeben, was er während seiner Ver-waltung gethan hatte.
^ Nachdem diese hohe Würde dem T. Lar-«ius aufgetragen worden, so ernennete er,
(ohne daß er dem Rath oder dem Volk An-theil an der Erwähliung gab) den Sp. Las-sius viscellinus, zgim Befehlshaber überdie Neuterey. Und ob er gleich unter allenGliedern des Raths derjenige war, der ammeisten Mäßigung hesaß; ließ er sichs dochangelegen seyn, in allen Dingen trotzig zuVerfahren, um sich dem Volk desto forchtba- 'rer zu machen; und dasselbe zu bewegen, de-sto eher zu seiner Schuldigkeit zurät zu keh-ren. Die Standhaftigkeit des Dictatorssetzte die Gemüther in ein grosses Schreken.Man sah wol, daß man unter einer so un-imischränkten Regierung, (die gewiß nichtermangeln würde, den ersten Aufrührer, denandern zum Beyspiele, zu strafen) sich zunichts anders zu entschließen habe, als sichzu unterwerfen.
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T. Lar-