in der Röm. Republik. II. Buch. 14s
zugleich der Würde des Raths, und derSicherheit des Coriolans zuwider sey. In-zwischen verhinderte ihre Gegenwart dieZunftmeister nicht, daß diese nicht auf dieganze Gesellschaft der Patricier, nach ge-wanntem Gebrauche, schimpften. Hieraufbrachten ße ihre Beschwerden wider deuCoriolan vor; und wiederholten die Rede,weiche er in dem Rathe, in Ansehung derAuschriluttg des Geträydes, gehalten hatte.
Man machte ihm die Anzahl Freunde,die ihm seiner Tugend wegen nachfolgeten,zu einem neu n Verbrechen; die Zunft-meister nenneten sie des Tyrannen Leibwa-che. «Es ist auf seinen Befehl geschehen,„(sagten sie, indem sie das Volk anredeten)«daß man euern Ballherren so übel begegnet„hat. Er hat durch diesen Angriffnichts an-ders gesucht, als den Streit weit ausse-„hender zu machen; und wenn wir nicht„mehr Mäßigung, als er, hätten bliken las-„sen, so würde vielleicht ein einheimischer„Krieg euere Bürger wider einander gemäs-tet haben.« Nachdem sie hierauf den Lo-riolan mit allen ersiuntichen Schmäh-worken überhäuft hatten, um ihn demVolke desto verhaßter zu machen; so fügtensie demselben annoch bey; daß wenn sich ir-gend ein Patricier fände, der denselben vcr-theydigen wollte, so könne er nur den Red-ner-Stul besteigen, und seine Rede an dasVolk richten.
I. Theil. K Dem-