»48 Geschichte der Staatsveränderungen
„den Rath zu erheben, und dasjenige zu tä-ndeln, was in unsern Berathschlagungen„vorgehet? Wenn ist es miem Rathsherrn'„zum Verbrechen gedeutet worden, wenn er„seine Meinung im Rathe frey heraus ge-sagt hat? Weiches sind denn die Gesetze, die„euch das Recht geben, mit so viel Erbitte-rung auf sein Eieud, oder auf seinen Tod„zu dringen? Doch gesetzt, daß durch eine„nie erhörte Veränderung aller Ordnung,„der ganze Rath den Urtheilsprüchen euerer„Zunftmeister unterworfen sey; ja ich will„ferner, wenn man es verlangt, setzen, es„seyen dem Loriolan, (indem er seine Mei-„nung cröfnet) einige zu hart klingende Wor-„te entfahren; kömmt es euerer Billigkeit„tucht zu, ein paar leere Worte, (die sich„sogleich wieder in der Luft verlohren haben)„aus Betrachtung seiner wirklichen Dienste,„( von denen ihr allein allen Nutzen cinge-„sammlet habt> zu vergessen? Erhaltet ei-„nen so fürtreflichen Bürger beym Leben!„Erhaltet dem Vaterlande einen grossen Feld-herrn! Und wenn ihr denselben nicht sei-„ner Unschuld wegen lossprechen wollet, so„schenket ihn wenigstens, als einen Schul-digen, dem ganzen Rath wieder, der den-selben von euch durch mich auskittet. Die-ses wird das Band seyn, welches uns nicht„allein wieder mit einander vereinige», son-„dern zugleich dem Rath zu einem neuen„Deweguttgsgrunde dienen wird, euch sei-»,ne Gutthaten ferner zu beweisen; da hin-»Men, wenn ihr beharret, diesen Raths-
„herrn