Band 
Erster Theil.
Seite
218
JPEG-Download
 

in der Röm. Republik. II. Buch. 14»

„Herrn zu fällen, der Widerstand, den„ihr von Seiten der Patricier, in diesem„Unternehmen antreffen werdet, vielleicht„neue Uebel zeugen wird, welche bey euch„eine späte Rene erweken würden, daß„ihr cnere Rache allzuhoch getrieben.»

Diese Rede machte bey dem Volk einen listigerEindrnk, und lenkte die Gemüther zum Frie- Urnchden und Einigkeit. Gicinius ward dar-über bestürzt; indessen verhelete er seine bö- dcr denCo.sen Anschläge, und gab iowol dein Mmu- riolan.ciuo, als den übrigen Rathsherren grosseLobsprüche, daß sie sich so tief erniedrigenwollen , daß sie auch gar dem Volk Rechen-schaft von ihrem Verhalten ablegten, unddasselbe so gar gewürdiaet hätten, fürden Coriolan ihre Bitten vorzulegen, undihre Vermittelung anzubieten. Hieraufwandte er sich zu diesem Rathsherrn um,und sagte zu ihm mit einer spottenden Stim-rne: »Und ihr, fürtresticher Bürger! war-„um behauptet ihr denn heute, in Gegen-wart des Volks- jene Rathschläge nicht die„der Republik so nützlich sind, und die ihr so„dreiste in dem Räth vorgetragen? Oder„vielmehr, warum nehmet ihr nicht euere„Zuflucht zu der Gnade des Römischen„Volks ? Allem Ansehen nach glaubt Lorio-„lan, es würde seiner Herzhaftigkeit übel„anstehen, wenn er sich so tief erniedrigen„würde, daß er auch so gar diejenigen um„Verzeihung anflehen sollte, die er zuvor hat„stürzen wollen.»

K r Der