i so Geschichte der Staatsveränderungen
Der arglistige Zunftmeister redete ihn aufdiese Weise an, weil er überzeuget war, daßein Mann von der GemüthsbeschaffenheitCoriolans, der weder nachgeben, nochseine Meinung ändern konnte, das Volkdurch seine trotzige Antwort von neuem er-bittern würde. Seine Hofnung schlug ihmauch nicht fehl; denn weit gefehlt, daß Co-riolan sich als schuldig sollte erkannt, oderdaß er sich sollte bemühet haben, das Volkzu besänftigen, wie Mmucius dies gethanhatte; riß er vielmehr durch seine Srand-haftigkeit, die er zu unrechter Zeit blikenließ, und durch feine harten Reden, allesdas wieder nieder, was die Rede des Bür-germeisters gebauet hatte. Er schimpftenoch viel heftiger, als vorher, auf das Un-ternehmen der Zunftmeister; und sagte freyheraus, das Volk habe keine rechtmäßige Ge-walt , über einen Rathsherrn das Urtheil zusprechen; sondern wenn jemand sey, dener durch die Meinung, die er in dein Ratheröfnet, beleidiget habe, so könne er ihn vordie Bürgermeister und die Nathsherren fo-dern, die er für seine natürlichen Richter er-kenne, und vor welchen er stets bereit sey,Rechenschaft von seiner Aufführung zugeben.
Die jungen Nathsherren, die von derUnerschrokenheit, die er bliken ließ, ganz ein-genommen waren, und sich freueten, daß sichjemand fand, der dasjenige öffentlich sagendorfte, was sie alle im Herzen gedachten;
schrien,