Band 
Erster Theil.
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1 s 2 Geschichte der Staat-veränderungen

es seine Richter und seine Feldherren er-blikte; oder, weil es fand, daß seine Zunft-meister die Erbitterung allzuhoch getrieben,indem sie einen Bürger, um blosser Wor-te willen, zum Tode verurtheilet hätten.Sicmius, welcher förchtete, Coriolan möchteihm entgehen, ließ den Brutus zu sich kom-men , der sein Raldgeber und sein Orakel,und eben so schwürig, als er, aber nicht sosehr zum Zorn geneigt war, und weit aus-sehendere Absichten, als je«,er, hatte. Diesenfragte er heimlich um seine Meinung: wasnun, wegen der Unschlüßigkeit des Volks,wodurch alle seine Anschläge verrükt wur-den, zu thun sey?

Brutus gab ihm zur Antwort: er sollesich nicht schmeicheln, daß er den Coriolanstürzen werde, so lange er von dem gan-zen Adel, der ihm zu seiner Leibwache die-ne, umgeben sey. Man murre so aar inder Versammlung, daß er zugleich Richterund Parthey seyn wolle. Das Volk, wel-ches in einem Augenblike aus dem heftigstenZorn zum Mitleiden bewogen werde, habegefunden, daß man viel zu streng gegen ihnverfahren sey, indem man ihn zum Todeverurtheilet. In dem Zustande, worinn erdie Gemüther sehe, werde er mit Gewaltschlechterdings nichts ausrichten. Er solltedeswegen, (unter dem stets scheinbaren Ver-wände, alles in der Ordnung zu vollbrin-gen) von dem Rath begehren, daß die Ver-sammlung des Volks über den Coriolan das.

Urtheil