i6o Geschichte der Staatsverändernngen
„nige Mann nicht, daß das Volk, welches„er auf eine so unmenschliche Weise hat wol-len umkommen lassen, zahlreicher und mäch-tiger sey. als er solches verlanget ? Daß dieses„Volk, wenn es wäre zur Verzweiflung ge-bracht worden, sich über die Häuser der„Reichen würde hergemacht; daß es die„Kornböden und Keller, die so viele Gü-^er beherbergen, mit Gewalt würde auf-gebrochen haben? Und daß es entweder un-ter der Gewalt der Patricier erlegen wäre;„oder daß diese Patricier selbst von dem ra-uchenden Pöbel, (der dazumal kein ander Ge-„feh, als die Noch und seine Rache würde„erkannt haben) würden ausgerottet wor-den seyn?
„Denn, damit ihr endlich dieses wisset, wir„würdet» uns niemals durch einen Hunger„haben aufreiben lassen, der durch unsere„Feinde verursachet worden. Sondern,„nachdem wir die Götter, welche Rächer„der Ungerechtigkeit sind, zu Zeuge»» an-gerufen hätte»», so würden wir Rom mit„Mord und Tvdfchlag angefüllet haben.„Das würde der traurige Ausqang der„Rathschläge dieses meineydigen Bürgers ge-„wesen seyn; wenn andere Rathsherren, die„mehr Liebe zn ihrem Vaterlande haben,„die Vollziehung derselben nicht hintertrie-„ben hätten. Beschriebene Vater! wir tra-gen euch unsere gerechten Klagen vor; wir„rufen euere Hülfe, und euere weisen Anord-„nungen an, um diesen allgemeinen Feirid da-