Band 
Erster Theil.
Seite
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in der Röm. Republik. II. Buch. 167

„es wol endlich für eine Gerechtigkeit seyn,„wenn man einen Rathsherrn der Wuth der„Zunftmeister überlassen, und das Volk in„seiner eigenen Sache zum Richter setzen„würde; gleich als ob dieses Volk in seinen. ungeftmnen Versammlungen, die durch„aufrührische Häupter regieret werden, we-„der Vornrtheile, noch Haß, noch andere„Leidenschaften bliken ließe? Und so rathe ich„euch denn, ihr Herren! daß ihr, ehe ihr„etwas beschließet, ernsthaft bedenket, daß„bey dieser Gelegenheit euer Nutze mit dem„Besten des Coriolans unzertrennlich ver-knüpft ist. Uebrigens bin ich nicht gesin-„net, daß man die Gnadenbezeugungen, die„man dem Volk erwiesen, (es mag nun„dieselben erhalten haben, wie es will) wi-derrufen solle. Aber ich kan nicht umhin,„euch zu ermähnen, daß ihr inskünfriqe al««les das kek ansschlaget, was man von euch,„zum Nachtheil euers eigenen Ansehens,„und unserer Regierungsart, zu erhalten„gedenket.,.

Man siehet aus diesen so entgeaengesetztenReden des. Decius und des Äppius, daßdie Sache des Lonolans nur der Vvr-wand einer grösser« Angelegenheit gewesen.Die wahre Ursache des Streits und der Er-bitterung bernhete beyderseits darauf: daßder Adel und die Patricier vorhaben, stewären durch die Vertreibung der Könige, den-selben in ihrem Ansehen nachqefolget, folg-lich müsse die Regierung nur Aristocra lisch§ 4 sey»