Band 
Erster Theil.
Seite
243
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174 Geschichte der Staatsveränderungen

„des Volks zu beschützen, so wol die Frey-heit des Raths, als des Volks unterdrüket ?„Allein ihr wisset wol, daß bey der gering-„sten anscheinenden Gefahr, welche die Re-„publik von dieser Seite her bedrohet, un-„sere Bürgermeister das Recht haben, ei-„nen Dictator zu ernennen, welchen sie al-lein aus euerem Mittel erwählen werden;„und daß dieser oberste Richter und nimm*„schränkte Herr über das Leben seiner Mit-bürger, allein vermögend ist, durch sein„Ansehen eine solche Parthey des Volks zu„zernichten. Die Weisheit unserer Gesetze„hat demselben auch diese Macht nur auf„sechs Monate anvertrauet; aus Forcht^„er möchte sie mißbrauchen; und ei-„ne Gewalt, die ihm nur darum anver-»»trauet worden, die Tyranney ariderer zu„zerstören, dazu anwenden , seine eigene auf-„zuführen. Und so wird denn, ( fügte„lerius hinzu) durch eine gleichseitige Anf-acht der Rath über das Verhalten der Bür-„germeister, und das Volk über das Betra-ten des Raths wachen; der Dictator aber,„(wenn es der Zustand der Sachen je erfo-rdern wird, daß man zu dieser Würde seme.»Zuflucht nehmen muß) wird anstatt eines„Zügels, so wol für die Ehrsucht der einen,„als der andern, dienen. Je mehr Augen„über das Betragen eines jeden besondern„Bürgers wachen werden, je sicherer wird„unsere Freyheit, und um so viel vollkom-„mener wird die Verfassimg unserer Regie-rung seyn,»

Aridere