Band 
Erster Theil.
Seite
259
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Im Iabrnach Erb.derLtadl,

»sr.

192 Geschichte der Staatsveränderungen

erste Reaung Zorn und Uumutb. Die ei-nen rüklen dem Oalerius vor, er habe denRath durch seine gekünstelte Reden verfüh-ret; andere warfen sich selvst ihre allzuarosseGefälligkeit gegen das Volk vor. Bey allenfolgte eine heftige Reue, daß sie nicht eherdas äusserste abgewartet, als einen so ange-sehenen Bürger dem ttebermuth eines auf-rührischen Pöbels überlassen hätten.

Coriolan schien allein unempfindlich übersein Unglük zu seyn. Er verließ dte Ver-sammlung nnt eben der Stille deö Geistes,als wenn er wäre frey gesprochen worden. Ergieng so gleich in sein Haus, allwo er siueMutter, die Deturia, und seine Gemahlin,dte X)>?lomnia, antraf, welche beyde in Thrä-nen badeten, und auf das heftigste betrübtwaren. Er ermahnete sie mit wenig Wor-ten, dieses Unglük standhaft zu ertragen;und nachdem er ihnen seine Kinder, die nochjung waren empfohlen hatte, begab er sich al-leiue unverzüglich von Hause undvonNomhinweg: Er wollte auch nicht gestalten, daßjemand von seinen Freunden ihn begleitete,oder daß seine Bedienten und Sclaven ihmnachfolgeten. Dem ungeachtet begleitetenihn einige Patricier und junge Rathsherrenbis zu den Stadtthoren, zu denen er aberkein emzig Wort redete; und ben so wenigließ er einige Klagen von sich hören. Erschied von thuen, ohne daß er denselben fürdas vergangene Dank abstattete, noch daß erdieselben für das künftige bat.

Nie-