Band 
Erster Theil.
Seite
261
JPEG-Download
 

«92 Geschichte der Staatsveränderungen

nur nach ihren Absichten gäbe; so brachtensie demselben in alten Versammlungen auf ei-ne arglistige Art bey/ daß die großen Feld-herren mcbt allezeit die besten Regenten incrner Republik seyen. Daß diese stolzen Ge-müther/ die bey den Kriegsherren an eineunumschränkte Gewalt gewöhnet seyen / ge-meiniglich mit dem Siege ein Herz/ das vonHochmuth armesteket, und das in einemfreyen Staat stets zu förchteu sey / nach Hau-se zurük brächten. ES sey sehr viel daran ge-legen / daß das Volk in der traurigen Unter-würfigkeit/ worinn eS sich befinde/ (da eSge-zwungen sey/ seine Bürgermeister einzig undalleill unter den Patriciern zu wählen) we-nigstens nur solche zu dieser Würde erhebe,die gemäßiget/ und die/ (ohne sich allznhochzu erheben/ noch sich über andere zu setzen)dennoch zu den Geschäften des Staats tüch-tig seyen.

Das Volk/ (welches nichts mehr von sichselbst verrichtete/ sondern allein dem Eindrukfolgete/ den eS von seinen Zunftmeistern em-pfieng) weigerte sich in den folgenden Land-tagen , die unter dem Bürgermeisteramte desImJahre (Q. Sulpitius, und des Sp. Largius / vornach Erb. die Erwählnng ihrer Nachfolger gehalten»!^E/ wurden / seine Stimmen den angesehenstenMännern der Republik zu geben. Insge-mein war es der Rath und die Patricier,die diese oberste Würde nach ihrem GefallenHingaben; weil man einzig und allein ineiner Versammlung, die nach den Centur-en

zusam-