Band 
Erster Theil.
Seite
265
JPEG-Download
 

RevuMder Bols»t«r.

r§6 Geschichte der Gtaatsveranderungen

und zu gleicher Zeit besser im Stande wäre,einen Krieg wider dieselben anzufangen, alsdie Volvker; ein Volk, das in dem altenLatium wohnete.

Das war eine Republik, und eine ArtGemeinde, die aus unterschiedenen kleinenStädten zusammengesetzet war; die sich durchein Bündntß mit einander verbunden, unddurch die Versammlung der Abgeordneteneines jeden Orts reaicret wurden. Diesesden Römern benachbarte, und über dasWachsthum derselben eifersüchtige Volk,hatte sich jederzeit denselben wüthig wider-setzet. Allein das Kriegs-Glük wär ihnenniemals günstig. Die Römer hatten ibnenunterschiedene kleine Orte, nebst einem Theilihrer Länder abgenommen; dergestalt, daßdie volsker in dem letzten Kriege, nachdemsie in verschiedenen Treffen den kürzern ge-zogen hatten, endlich gezwungen worden,um einen zweyjährigen Stillstand zu bitten;in Absicht, vermittelst dieses Waffenstillstan-des ihre Kräfte wiederum zu erholen. In-zwischen war der Haß in ihren Herzen nichterloschen; sie bemübeten sich vielmehr, durchganz Italien den Römern neue Feinde zurrweken; nnd Coriolan gründete die Hof-uung, die er hatte, diese Völker von neuemzu einem Krieg wider die Römer zu verlei-ten , auf ihre Rache. Doch er war viel we-niger als ein anderer qeschikt, ihnen diesenVorsatz beyzubringen. Denn er alleine hat-te ihnen mehr Schaden, als alle andere

Römer