in der Röm. Republik. H. Buch. 197
Römer zugefüget. Er hatte zu verschiede-nen Malen ihre Kriegsvölker in Stüke zer-hauen/ ihre Länder verwüstet/ ihre Städteeingenommen ud geplündert; und der Na-me Loriolan ward in der ge-nzen Gemeindeder Volvker eben so sehr gehastet / als ge-fürchtet.
Ueberdem ward diese kleine Republik da-zumal von dem TuUus Attilius / dem Be-fehlshaber über dieses Volk, beherrschet/ wel-cher eifersüchtig über den Ruhm des Corio-lans war/ weil dieser ihn in allen Gelegen-heiten/ da sie auf einander getroffen/ ge-schlagen hatte; ein Schimpf, den man zwargerne vor seinen Augen verbergen wollte, denman aber schwerlich verzeihet. Es schienalso gar nicht rathsam zu seyn, sich selbst indie Hände eines Feindes zu übergeben, wel- T. Livius,cher, um den Schandfleken seiner Niederlagezu bedeken, seine Bürger leichtlich bereden ^ Lebenkonnte, ihn gefangen zunehmen, oder viel-des Corio.leicht gar zu erwürgen. Alle diese Gründe lans.stelleten sich in dem Gemüthe des Coriolans DionyfluS
dar; allein die unmäßige Begierde sich zu Uz B
rächen, behielt dieser Grunde ungeachtet, die vvmÄn.'Oberhand in einem Herzen, das von der fang.Horcht niemals eingenommen ward; lind Aa><r.Loriolan faßte den Entschluß, sich schnür- '"1traks bey dem Tullus selbst anzumelden. und4.' '
Er begab sich also aus seinem Schlnpfloche, Bünd.rachdem er sich verkleidet hatte; und qieng .nit einbrechender Nacht in die Stadt An- m?- demium, welches die Hauptstadt der Republik GeneralN z der der VolS»
krr.