rco Geschichte der StaatsveränderunFen
Fremdlinge setzte die Bürgermeister in Un-ruhe. Uni dieselbe zu vermehren, ließTuUrisihnen die falsche Nachricht hinterbringen,daß die Volokcr die Stadt Rom an unter-schiedenen Orten anzünden sollten. Sogleich gaben die Bürgermeister dem Rathdavon Nachricht; und da es bekannt war,wie erbittert dieses Volk aufdie Römer wäre,so ließ die Obrigkeit einen Befehl in derganzen Stadt kund machen, welcher allenDolskern einschärfte, noch vor einbrechen-der Nacht die Stadt zu verlassen; und manschrieb ihnen sogar das Thor vor, durchwelches sie sich fortbegeben sollten. DieserBefehl ward auf das strengste vollzogen,und alle voleker wurden den Angenblik ausder Stadt fortgejaget. Jeder von ihnenbrachte den Schimpf dieses Verfahrens, nebstder Begierde sich zu rächen, nach Hause zu-rät. Tullus befand sich eben, als wenn esvon ohngefähr geschehen wäre, auf ihremWege; und nachdem er die schimpfliche Wei-se vernommen hatte, mit denen man sie ge-zwungen, Rom zu verlassen, so sagte er zuihnen, um ihre Erbitterung noch grösser zumachen: »Isis wol möglich, daß man euch»von einem öffentlichen Feste, und so zu sa-»gen aus eilier Versammlung der Götter»und Menschen als Frevler und gottlose„vertrieben hat? Könnet ihr denn, nach ei-»nem so schimpflichen Verfahren, den Haß,»den die Römer gegen euch hegen, vor euern„Augen noch länger verbergen? Oderwollet„ihr etwa erwarten, bis dieselben, unge-achtet