inderRöm. Republik. II. Buch. 227
habe sich begnüget, Lebensmittel und Klei-der für seine Soldaten aus dieser Stadt zuziehen. Hierauf galt es die Städte Gatri-cum, Longula, polusca, und Corioli, wel-che die Römer seit kürzern von den volokernerobert hatten; ferner eroberte er die StädteCorbia, Vitellia, Trebia, Labicum undpednm. Dolcs, welches sich zur Gegen-wehr setzen wollte, ward mit dem Degen inder Faust erobert, und seine Einwohner derWuth eines siegreichen und erhitzten Feindesüberlassen. Die Soldaten des Coriolans,die hin und her auf dem platten Lande zer-streuet waren, verheereten durchgehends al-les mit Feuer und Schwert. Inzwischenhatten dieselben in dieser allgemeinen Ver-wüstung und Ausplünderung geheime Be-fehle erhalten, den Häusern und Gütern derPatricier zu verschonen. Coriolan maßtesich eines so deutlichen Unterschieds an, ent-weder wegen der ehemaligen Zuneigung ge-gen die Glieder dieses Standes; oder,welches viel wahrscheinlicher ist, damit erden Rath bey dem Volk verdächtig machen,und die zwischen beyden Theilen bereits ob-waltende Streitigkeiten vermehren möchte.
Dieses Betragen hatte diejenige Würkung Unruhe,vollkommen, die er zum voraus gesehen hat, ""AMte. Das Volk ermangelte nicht, den Rath ^öffentlich zu beschuldigen, daß er ein gehei-mes Verständniß mit dem Coriolan unter-halte, und denselben ausdrüklich an der Spi-tze eines mächtigen KriegsheerS habe kom-men