Band 
Erster Theil.
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in derRöm. Republik. II. Buch. 227

den Eindruk den eine so bewegliche Rede,(auch wider seinen Willen) in demselbengemacht hatte. Als nun Veturia sah, daßer zwar gerühret war, dennoch aber besorgte,der Zorn möchte zuletzt in seinem Herzen dieErbärmde wieder unterdrüken, sagte sie zuihm: „Warum antwortest du mir denn nicht,„mein Sohn! weißt du nicht, daß ich deine»Mutter bin? Oder hast du die Mühe und„die Sorgen vergessen, die ich für dich in„deiner Kindheit auf mich genommen habe?„Und du, der du nur darum zu den Waffen»gegriffen haft, damit du den Undank dei-„uer Mitbürger rächen mögest; kanst du,„(ohne dich des gleichen Lasters schuldig zu„machen, das du strafen willst) mir die er-„ste Gnade versagen, die ich jemals voll dir„gefodert habe ? Wenn ich begehrte, daß du„die volsker, (die dich mit so vieler Groß-„muth aufgenommen haben) verrathen soll-test, so würdest du alsdann eine gerechte„Ursache haben, ein solches Begehren zu ver-werfen. Allein Oeturia kan nichts schänd-„liches von ihrem Sohne verlangen, weil„sie seinen Ruhm höher, als ihr eigen Lö-ten schätzet. Ich verlange nur, daß du dei-„ne Kriegsvölker von den Thoren Roms ent-„ftrnest. Willige uns nur einen Stillstand„auf ein Jahr laug ein , damit man diese„Zeit über an einem dauerhaften Frieden„arbeiten könne. Ich beschweere dich des-wegen, mein Sohn, bey dem gütigsten„und mächtigsten Jupiter, dem Schntzgott«des Capitels, und bey dem Schatten dei-P 2 „nes