Z40 Geschichte der Staatsveränderungen
lich, den Zunftmeistern ein Rathserkännt-nist zuzugestehen, als einem wütenden undrasenden Menschen ein Schwert in dre Hän-de zu geben; weil ste dasselbe so gleich widerdie Häupter des Raths gebrauchen würden.T. Clau. Während daß die Meinungen so verschiedendiur setzet hinausliefen/ stand Claudius/ einer vonsi» den Bürgermeistern/ auf; und indem er denAEE*- Dirginius anredete, that er demselben diethiaent/ Erklärung: er widersetze sich der Untcrsu-gegen. chung nicht/ die er verlange; er gebe so garsture Einwilligung, daß man dieses Geschäftden obrigkeitlichen Personen des Volks auf-trage; allein er begehre vor allen Dingen,daß marl erforsthen solle, ob denn würklicheitie Ztisammenverschwörung abhanden sey?„Lasset uns also sehen, (sagte er zu ihm)„von wem ist dieser aeheinmißvolle Brief,„den ihr auf eurem Ri-chterstule empfangen„habet? Welches sind die Rarhsherren und„die Ritter, die darinnen genennet werden?„Warum nennet ihr dieselben nicht selbst?„Wir haben noch Zeit genug, nach diesen„vornehmen Missethätern zu fragen. War-„um habt ihr wenigstens den Ueberbringer„eines Briefs, der ohne Rainen und Unter-„terschrtft ist, und der die schwersten An-klagen wider die Häupter der Republik in„sich halt, nicht in Verhaft nehmet! lassen?»Ich wundere mich eben so sehr, daß ihr uns„die genaue Uebereinstimmung, die sich zwi-schen den Anzeigungen, die bey euch den ersten„Verdacht von einer Zusammenverschwö-„rung erweket haben, und dem Briefe, der
»euch