Z42 Geschichte der Staatsveränderungen
sammlung, allwo sie ihre Schmähungen wi-der den Bürgermeister, und Wider den gan-zen Rath ausstiessen.
Doch C. Claudius folgete denselben aufdem Fuß dahin nach; er bestieg zuerst denRednerstui. Da er nun dasjenige Ver-trauen bey sich verspürete, das die Wahrheitzeuget, so legte er seine Gedanken in Gegen-wart des Volks, eben so deutlich an denTag, als er dasselbe in dem Rath gethanhatte; und stille Rede war mit st vielKraft und Beredsamkeit begleitet, daß dieredlichsten Leute unter dem Volk überzeugetwaren, dieser geheime Entwurf von ei-ner Zusammenverschwörung, von welcherdie Zunftmeister st viel Lerm machten, wä-re nichts anders, als ein Kunstgriff, den sieanwendeten, ihre Feilste zu verderbe»:. Nie-mand, als der geringe und niedrige Pöbelallein, wollte dieser erdichteten Zusammen-verstbwörung, die seiner Erbitterung widerdie Patricier frische Nahrung gab, fernersGlauben beymeffen; welchen die Zunftmei-ster desto sorgfältiger in einen» Irrthum stekenliessen, je mehr derselbe ihnen Anlas gab,sich gelten- zu machen.
«»Mag In einem st verworrenen und unruhigenHe» Zustande hätte es wenig gefehlet, so wäre^m^a'hre einer fremden Macht unterwürfig qe-nachErb. worden. Etn Gabiner allein machte einender Stadt so kühnen Anschlag. Dcrsel be nenuete sich»!U. Appius Herdonius, »nid »var ein Mann,-er hetz seinem Volk, stwol wegen seiner
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