lll. Buch. Capitel. 229
simd ward oder starb, so untersuchte ich mit dermöglichsten Sorgfalt die Ursachen meines Glü-kes und meines Unglükes, und zog mir aus die-ser Untersuchung Regeln für dje Zukunft. Die-se gesammelten Beobachtungen haben mir erwie-sen, daß man sich so oft zu helfen weis als maneine nach diesen Regeln beschriebene Krankheitwiedersieht. Die Umstände ändern, aber das gan-ze ändert nicht-
Boerhaave bezeuget, er sey vormals nie zueinem Kranken gekommen , ohne daß er alle Um-stände und Zeichen seiner Krankheit nach ihrerOrdnung aufschrieb, und es sey unglaublich, wieviel er auf diese Weise gelernt habe. Wenn ihrdieses thut sprach er zu seinen Lehrjüngern, wennihr euch vier oder fünf Krankheiten einer Classeauf diese Weise nach ihren Zeichen bekannt ge,macht, so werdet ihr auch dieselben sehr leicht ineurem ganzen übrigen Leben erkennen.
Es ist unmöglich daß sich die Natur wider-spreche. Der Haß, der Neid , die Ehrsucht sindbey uns was sie bey den Griechen gewesen. Un-P; fers.