von der Erfahrung.
r;o
ftre Leidenschaften und unsere Thorheiten sindbey ihren Moralisten abgemalt, wie unser Sei-tenstich und unser Tertianficber bey dem Hippo-crates. Demohngeachtet sind die Menschen nichtallerorten gleich.
Rousseau sagt die Reisebeschrciber lehren unsnicht mehr als was ein jeder weis; sie habenan der andern Seite der Welt nur so viel zu be-merken gewußt, als sie zu Hause ohne aus ihrerGasse zu kommen auch gesehen hätten ; darumseyen ihnen jene wahren Züge/ jene ächten undscharfsichtige Augen am meisten rührende Unter-schiede der Völker entwischt. Daher komme unsder hübsche und von dem phjlosophirenden Hau-fen so oft wiederholte Machtspruch / die Men-schen seyen allethalben gleich / und folglich sey esunnüz die verschiedenen Völker zu charaktcrisiren/weil sie allethalben einerley Leidenschaften undeinerley Laster haben. Eben so als wenn mansagen wolle, Peter sey vom Jacob nicht zu un-terscheiden / weil sie beyde Nase, Mund undAugen haben.
Der