III. Buch. 7. Capitel.
gen Fiebern ist der Harn von stärkerm Geruchwegen der Hize, und weil nur sehr wenig ausdem Blute abgesondert wird. Er ist stinkend inFiebern die sich durch die Haut reinigen , undmit einer starken Verderbnis der Säfte begleitetsind. In einer gänzlichen Verhaltung ist er inEngland so sehr stinkend geworden, daß der Wund-arzt der diesen Harn durch einen Cathetcr weg-brachte, von seinem Gestanke starb. Boerhaavehält darum in hitzigen und langsamen Krankhei-ten einen gleich amsangs stinkenden Harn für sehrgefährlich, und d>ie Heilung für fehr schwer. Diegleichen Grundsäze lassen sich auf den Geschmakdes Harns anwenden, wenn man allein auf dieUrsach sieht. Ein fehr stark riechender Harn hatauch einen starken Geschmak, hingegen bedeutetein gefärbter und vollkommen geschmakloser Harnbey dem Boerhaave eine Erschöpfung aller Kräf-te, und dkll Nahen Tod.
Die Farbe des Harns ist weiß, blaß, gelb,safrangelb, roth, braun, grün, und schwarz.Ianus Plancus lieferte uns sogar die Geschichte
eines