Band 
II. Theil.
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I- Von der Erfahrung.

scheinlichkeit schnell zu fassen , Gcdnlt und Ar-beitsamkeit das wenigste, das Genie das meiste.

Eine Kunst ruht sehr oft auf der blosse»Wahrscheinlichkeit, wenn sie nicht für alle Fälleunumstößliche Regeln hat, wenn es nicht angehteiner gewissen Vorschrift in allen Fällen zu fol-gen, wenn der Geist ohne genugsam unterrichtetzu seyn handeln muß als wenn er es wäre, wenner nach sehr veränderlichen Umständen allein sichrichten kann, und vielmehr der Wahrheit sich nä-hert als sie erreicht- Die Staatskunst, dieKriegskunst und die Arzneykunst sind von dieserArt.

Die Gcseztheit des Geistes ohne welche manniemals mit Klugheit ncch den Umständen sichrichtet, ohne welche man dem Widerspruch aus-gcsezet und der Besonnenheit beraubt ist, dieseStärke des Geistes welche durch den Verstanddie Einbildungskraft bindt, die in allen Umstän-den des Lebens den Geist vor aller Furcht, Aus-schweifung , Mbedachtsamkeit und Uebereilungverwahret, und welche diejenigen die von dem

Genie