IV. Buch. 6. Capitel.
alles zur Fäulung neigt. Die Cakholische Reli-gion verbietet hin und wieder den Mönchen denSpek und das thierische Fett , daher kochen sieihre Speisen in Oehl und daher sind nach demBoerhaave die Leisrenbrüche und die Geilenbrü-che in den Klöstern so gemein. Ucberhaupt habeich erfahren daß bey einer ohnedem schwachenDäuung das Oehl dem Menschen höchst schad,lich ist-
Die Milch hält zwischen den Speisen ausdem Pflanzenreiche und dem Thierreiche die Mitte.Sie ist überhaupt von allen Speisen unter ge-wissen Umständen die beste, auch ist sie von demHerrn der Natur zu unserer ersten Nahrung au-genscheinlich bestimmt. Unter allen Gattungenvon Milch ist die Menschliche die dünnste undsüsseste, nachher die Esilsmisch, sodann die Pferd-milch, sodann die Gcismilch, und endlich die Kuh-milch. Aber was nicht alle Leute werden glau-ben wollen ist aus der Erfahrung erwiesen, daßdie dünnste Milch wenn sie gerinnt einen weitdikern und festem Quark ausmacht als die fette-R - ste