Band 
II. Theil.
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IV. Luch. 6. Capitel. rg-

beständige Freßbegierde niacht die Leute dumm,die Gemüthskräfte sind in de» mäßigsten Men«schen ani stärksten. Die alten EgYPtisthen Aerzteleiteten alle Krankheiten von den Speisen her,und riechen darum mehrentheils Brechmittel,Purgazen, und den Hunger. Die beste Regel zuAufrechthaltung der Kräfte des Leibes und derSeele ist nicht mehr zu essen als man bauen kann,wie besser alles was wir essen verdaut wird destofeiner wird der Nahrungssaft, desto freyer derGeblütsunssauf, und desto schärfer der Geist. Cheynehat gesagt/ und ich erfahre es alle Tage meines Le-bens an mir selbst, daß man einen reinen Ma-gen haben muß / wenn man einen aufgeheitertenGeist haben will. Ein Knabe der in einem Wal-de gefangen worden, hatte wegen feiner dünnenDiät einen fo sehr scharfen Geruch daß er allegefunden Pflanzen von den schädlichen unterschei-den konnte / er verlor aber diesen Geruch sobalder aß wie andere Menschen. Ein Blinder warjm Stande durch das Gefühl die Farben zu un,terschejdm, aber er hatte dieses Gefühl nur wennII. Theil. T

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