;;S von der Erfahrung.
Magen und den Därmen die Winde daher üHer-Hand nehmen, und wie schwer in diesen Umstän-den die Melancolie auf den Kopf drükt- Es istlängst bekannt, daß neben häufigen Aderlässen denMenschen nichts so sehr das Ansehen lebenderLeichname giebt / als der übermäßige Gebrauchdes Thee. Wir hallen in der Schweiz einen Edel-mann , der sich in allen Absichten ein KöniglichesAnsehen zu geben wußte. Man sagte ihm einst,es lasse auch sehr majestätisch, wenn um einenKönig alles blaß aussehe. Darum ließ er seinerganzen Dienerschaft alle Monate eine Ader öf-nen, indeß da er jede einzele Person zwang alleTage fünfzig Schalen Thee zu saufen.
Alle Arten von hypochondrischen und hysteri-schen Zufällen sind die unvermeidliche Wirkungdes unmäßigen Gebrauches des Thee. Ich selbsthabe in Göttingen die halbe Nacht hindurch Theegetrunken, den Schlaf zu vertreiben und den Kopfzu ermuntern; mein Kopf blieb freilich munter.Aber nach zweyen Jahren besuchte der Schlafeine lange Zeit meine Augen nicht wieder, meine
Kräfte