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erstes Capitel.
blosse Wahrscheinlichkeiten sich bezieht, deren höch-ster Grad ohne den äussersten Scharfsinn nicht gest.hen wird , und weil der Arzt noch immer bey dergeschickten Anwendung nicht genug bestimmter Grund-sätze ein Erfinder bleibt.
Jede Wissenschaft setzt die Kenntniß der einfachenJdem zum Grunde. Der bemühte Fleiß sucht ausder moralischen und der physiscyen Welt den rohenStof zusammen, und übergiebt ihn dem Philosoph.Dieser durchwandert mit scharfsichtigen Augen denaufgehäuften Verrath, er untersucht, er verwirft,er behalt.
Der rohe Stof kann niemals zn häufig werden.Wir sind dem kurzsichtigen Sammler der alles zu,sammenraft, seinem sinnreichern Bruder, der dieBlumen der Dinge zärtlich abpflückt, und demgrossen Geiste verbunden, der einem Democritus,Aristoteles oder Bacon gleich, von seinen Höhenherab steigend die Natur in allen Gesichtspunktenbetrachtet, und der künftigen Welt den Stof reicht,welcher zum voraus geprüft eine fruchtbare Quelleallgemeiner Begriffe, und mit völliger Gewißheiterkennter Wahrheiten wird.
Mit der Aufnahme der Wissenschaften findt jedeseinzele Theilgen der erkennten Natur feine Bestim-mung. Die Nachwelt wird die Sammlungen fin-strer Acadamien auseinander reisten, von neuemzusammen ordnen, kleiner und nützlicher machen.Man wird ärmer an Büchern und reicher an Be-griffen srvn.