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viertes Capitel.
von dem Begriffe der Zufälle zu dem Begriffe derKrankheit aufsteigt. Die Zufälle sind nicht die Krank-heit selbst. Sie sind es auch denn nicht wenn sie mitderselben entstehen, fortwähren, verschwinden, undwie die Araber sagten, der Krankheit folgen wie einSchatten dem Körper. Ein Kranker kann von al,len Zufällen seiner Krankheit unterrichtet ftyn, ohnedarum seine Krankheit zu kennen , weil der Zufallempfunden und der Begrif der Krankheit erst durchVernunftfchlüsse herausgebracht wird. Die Ver-nunft vereinigt was die Sinne empfinden, und folg-lich ist die Krankheit eine Vereinbarung verschiede-ner, zugleich wirkender, oder aufeinander folgenderund miteinander verbundener Zufälle. Die Krank-heit ist also vowdem Zufall verschieden, wen» dieserschon mit der Krankheit verschwindet; so wie derhi,storifche Begrif der Krankheit von ihrem philosophi-schen Begriffe, oder der Kenntnis ihrer Ursachen ver-schieden ist.
Man steiget also von dem Begriffe der Zufälle zudem Begriffe der Krankheit, wenn man aus der Ver-gleichung aller gegenwärtigen Zufälle mit denen ausgleichen Zufällen vormals entstandenen Wirkungen,auf die gegenwärtige Krankheit schließt. Jeder we-sentliche Zufall ist ein Theil der Krankheit, alle Zu-fälle machen in ihrer Verbindung die Krankheit aus,folglich haben wir alles geleistet was ein Arzt in die-sem Zeitpunkt leisten kann, wenn wir die Erfcheinun,gen alle gesehen , wohl unterschieden , und geschicktverbunden haben, Wir nennen nicht jede von dem