r?r Drittes Buch,'
gesunden Zustande abgehende Erscheinung in demKörper sondern vielmehr die Zusammentretung der-jenigen Zufalle eine Krankheil, von welcher durch ei-ne lange Beobachtung bekannt ist, daß sie miteinan-der anfangen, zunehmen, auf ihrer Höhe sich erhal-ten , abnehmen und verschwinden.
Die Krankheiten müssen unter einander ihre Ord-nung haben. Die Kenntnis des wesentlichen undausserwesentlichcn in denselben führt uns auf dieKenntnis ihrer Aehnlichkeiten und Unähnlichkeiten,die Kenntnis einzeler Zufälle auf die Kenntnis derzusammengesetzten, die Kenntniß einfacher Krank,heilen auf die Kenntnis der zusammengesetzten. Ausdem Begriffe vieler einzeler Krankheiten entstehetallmählig der Begrif ihrer verschiedenen Abhäng-lichkeiten, und ihrer Beziehungen auf derselbenganzes System. Diese Begriffe machen den hi-storischen Theil der Lehre von den Krankheiten aus,der ganz auf der Beobachtung der verschiedenenZusammentretung der Zufälle , ihres Verlaufes undihres Ausgangs zum Leben oder zum Tod ruht.
Hippocrates hat sich um diesen Theil zum Er.staunen verdient gemacht. Er hat scharfsinnig be-merkt, daß nicht alle Krankheiten in jedem Alter sichäussern, sondern daß viele einen« bestimmten Altereigen sind; daß einige nur hin und wieder einigeMenschen überfallen, andere zu gewissen Zeiten einganzes Volk; daß jene immer wiederkommen , unddiese oft sehr lange ausbleiben , und daß einige ei-nem Lande vor andern eigen und gleichsam daselbst